Jeden Abend frage ich meinen 4- jährigen Sohn was er am heutigen Tag am schönsten und was er nicht so schön fand, mittlerweile fragt auch er mich zurück und so ziehen wir beide eine schöne Bilanz jedes einzelnen Tages. Außerdem kann man als Mutter auf diese Weise schon sehr viel von einem kleinen Menschen erfahren; was er gerne macht, womit er gerne spielt, mit wem er gerne Zeit verbringt und überhaupt, was ihm Spaß macht im Leben. Und was ihm auch nicht so eine große Freude bereitet, bzw. mit wem er Probleme hat, mit wem er sich vielleicht auch mal gestritten hat, was er heute nicht so gerne gemacht hat.

Ich „muss“ diese Fragen allerdings mittlerweile VOR dem abendlichen Vorlesen stellen, da NACH dem Vorlesen sonst meistens die Antwort kommt, dass das Schönste das Vorlesen war und das Blödste das Aufhören des Vorlesens 😉 Kinder leben eben im Hier und Jetzt 🙂 Und lieben es Geschichten vorgelesen zu bekommen !

Ihr seht, mein Sohn liebt es zu lesen, wie so viele andere Kinder (und Erwachsene) auch 😉 Ich übrigens vorneweg 🙂 Auch ich finde es das Gemütlichste und Innigste vom Tag mit meinem kleinen, großen Racker; der Moment „bettfertig“ im Bett zu liegen, zu wissen, alles ist „geschafft“, wir können jetzt gemeinsam den Tag ausklingen lassen, zusammen mit schönen Geschichten, kuscheln und danach einfach nur noch einschlafen- wunderschöööööönn….

Man kann wirklich nicht früh genug mit dem Vorlesen anfangen! Ich habe dieses abendliche Ritual bereits eingeführt als mein Sohn 5/6 Monate alt war und ich hoffe, dass wir das noch viele Jahre so weiterführen werden… Vorlesen kann man ja auch noch wenn die Kleinen größer sind und schon lesen können….

So viel zu meiner persönlichen Verbindung zum Lesen, Vorlesen und aneinander gekuschelt einschlafen…. Mir fiel das Buch „Wie das Kuscheln erfunden wurde“ in die Hand und ich habe gleich Kontakt zu den Autoren Jeremias und Tabea aufgenommen. Das was sie vermitteln wollen , finde ich wirklich so gut und wunderschön! Deswegen möchte ich sie mit diesem Blog- Beitrag unterstützen und hier auf dem Blog auch endlich eine Rubrik „Buchempfehlungen“ einführen.

Das Buch handelt von einem Murmeltier und einem Waschbär, die beste Freunde sind. Zusammen erleben sie im Sommer und Herbst spannende Abenteuer und als der Winter kommt und es ihnen zu kalt draußen wird, graben sie sich eine Höhle, in der sie den Winter über bleiben wollen. Die ist aber viel zu klein, um viel zu erleben und ihnen wird schnell langweilig, doch dann sagt das Murmeltier, sie könne dieses Problem lösen: „dann werd ich halt erfinderisch“ und sie „erfindet“ das Kuscheln. Mit ganz süßer, hinreißender Bildsprache, küssen die beiden sich, streicheln sich, nehmen sich in den Arm und schließlich folgt der Text: „Was das Murmeltier erfand, wurde in der Welt bekannt. Mäuse, Elefanten, Muscheln, alle lieben es zu kuscheln.“ und eine Zeichnung zeigt ganz viele Tiere (und Pflanzen ;-)) auf unserer Erde, die zusammen kuscheln. Und der Waschbär und das Murmeltier tun selbiges und fallen daraufhin in einen tiefen (gemütlichen) Winterschlaf.

Erst dachte ich mein Vierjähriger sei schon „zu alt“ dafür, aber er liebt dieses Buch, er liebt die Reime, er liebt die Bilder und möchte mich am Ende auch mindestens „einmal feste drücken“. Empfehlen würde ich dieses Buch definitiv 1- 3 jährigen Kindern! Warum ich das nochmal so betone? Weil ich mit vielen Eltern in den letzten Jahren gesprochen habe, die sich sehr wunderten, dass ich so viel mit meinem Vierjährigen (damals 0- 3 Jährigen) lese und auch einige gehört habe, die sagten, in dem Alter gäbe es nichts Gutes…. diese Meinung teile ich nicht. Deswegen werde ich hier in Zukunft auch noch mehr Bücher vorstellen. Jetzt könnt Ihr erstmal dieses Buch vorlesen! Kinder lieben Reime! Und vergesst nicht am Ende zu kuscheln 😉

Bestellen könnt Ihr es unter www.jeremiasundtabea.de !

Und wenn ihr beim Kuschlrekord mitmachen wollt, kommt am 17. Februar um 11:00 Uhr nach Berlin in das Kukturkaufhaus Dussmann! Unter www.kuschelrekord.de könnt Ihr Euch anmelden !

Viel Spaß beim Lesen und Kuscheln 😉

Eure Birte von „Just B“